Ein stiller Kanal, alte Schleusen und hohe Platanen, deren Blätter ein grünes Dach über dem Weg bilden: Eine Radreise am Canal du Midi zeigt Südfrankreich von seiner genussvollen Seite. Zwischen Toulouse und Sète wechseln sich historische Städte, kleine Dörfer, Weinberge und mediterrane Landschaften ab. Das Ziel liegt dort, wo der Kanal auf das Mittelmeer trifft und die Luft bereits nach Salz und Freiheit duftet.
Die Reisetermine für 2027 sind veröffentlicht und können ab sofort gebucht werden.
Der Canal du Midi – eine Wasserstraße voller Geschichten
Der Canal du Midi zählt zu den bekanntesten Wasserwegen Frankreichs. Einst wurden Zehntausende Bäume entlang seiner Ufer gepflanzt, um den Boden zu befestigen und Schatten zu spenden. Noch heute begleiten Pappeln, Platanen, Pinien und Zypressen viele Abschnitte der Strecke.
Wer hier mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt keinen Wettlauf gegen die Zeit. Hausboote gleiten langsam über das Wasser, Schleusenwärter gehen ihrer Arbeit nach und in den kleinen Orten laden Cafés zu einer Pause ein. Gerade dieses gemächliche Tempo macht den besonderen Reiz der Fahrradreise von Toulouse nach Sète aus.
Von der „rosa Stadt“ in Richtung Süden
Ausgangspunkt der Reise ist Toulouse. Die Hauptstadt Okzitaniens trägt wegen ihrer charakteristischen Backsteinfassaden den Beinamen „La Ville rose“. Vor dem Start lohnt sich ein Rundgang zur Basilika Saint-Sernin, zum Place du Capitole und hinunter an die Garonne.
Anschließend führt die Radroute nach Castelnaudary, der Heimat des traditionellen Cassoulets. Dieser kräftige Bohneneintopf gehört ebenso zu Südfrankreich wie Baguette, Käse und die Weine des Languedoc.
Je nach gewählter Reisedauer geht es weiter durch die ländliche Ariège nach Mirepoix. Der mittelalterliche Ort begeistert mit Fachwerkhäusern, Arkadengängen und einem der schönsten Marktplätze der Region. Auch Montolieu, bekannt als französisches Bücherdorf mit zahlreichen Antiquariaten, gehört zum ausführlicheren Reiseverlauf.
Carcassonne, Narbonne und Béziers entdecken
Ein Höhepunkt ist Carcassonne. Türme, Mauern und verwinkelte Gassen lassen die berühmte Festungsstadt wie eine Kulisse aus einer anderen Zeit erscheinen. Die imposante Cité gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauwerken Frankreichs und bildet einen reizvollen Kontrast zur ruhigen Kanallandschaft.
Über die Weinregion Minervois führt die Tour weiter nach Narbonne. Sehenswert sind die hoch aufragende Kathedrale, der Palast der Erzbischöfe und die Markthalle Les Halles. Zwischen Marktständen mit Käse, Oliven, Fisch und regionalen Köstlichkeiten lässt sich die kulinarische Vielfalt Okzitaniens besonders authentisch erleben.
In Béziers begegnen Reisende erneut der Geschichte des Kanals. Die Stadt ist der Geburtsort von Pierre-Paul Riquet, dem Erbauer des Canal du Midi. Vor den Toren der Stadt liegen die bekannten neun Schleusen von Fonseranes – ein technisches Meisterwerk und eines der beliebtesten Fotomotive entlang der Strecke.
Das Mittelmeer rückt mit jedem Kilometer näher
Die letzte Radetappe besitzt eine ganz eigene Stimmung. Der Horizont wird weiter, das Licht heller und eine frische Meeresbrise begleitet den Weg. Schließlich erreicht die Route Sète, Frankreichs bedeutende Fischerstadt am Mittelmeer.
Aufgrund ihrer zahlreichen Kanäle wird Sète gerne als „Klein-Venedig des Languedoc“ bezeichnet. Am Hafen liegen Fischerboote, in den Restaurants werden Austern, Muscheln und fangfrischer Fisch serviert. Ein Spaziergang am Wasser bildet den passenden Abschluss dieser abwechslungsreichen Reise durch Südfrankreich.
Acht oder zehn Tage: Welche Reisevariante passt?
Für 2027 stehen zwei Varianten der Radreise zur Wahl. Die achttägige Tour bietet einen direkten Reiseverlauf von Toulouse über Castelnaudary, Carcassonne, Olonzac, Narbonne und Béziers nach Sète. Dabei werden rund 300 Radkilometer zurückgelegt.
Die zehntägige Variante nimmt sich mehr Zeit für die Region. Zusätzliche Etappen führen nach Mirepoix und in die Bücherstadt Montolieu. Insgesamt ergeben die ausgeschriebenen Tagesetappen etwa 410 Kilometer. Beide Varianten umfassen Tagesstrecken von ungefähr 40 bis 65 Kilometern.
Die Route verläuft auf asphaltierten Abschnitten, Sand- und Kieswegen sowie ruhigen Nebenstraßen. Da manche Wege Wurzeln oder Steine aufweisen, wird die Tour als mittelschwer eingestuft.
Entspannt radeln mit organisiertem Gepäcktransport
Während der Reise wird das Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft transportiert. So bleibt auf den Tagesetappen nur das dabei, was unterwegs tatsächlich benötigt wird. Übernachtet wird wahlweise in gepflegten Häusern der Kategorie A oder in ausgewählten Deluxe-Unterkünften.
Im Reisepaket enthalten sind unter anderem:
- 7 oder 9 Übernachtungen inklusive Frühstück
- Gepäcktransport zwischen den Hotels
- Digitales Routenbuch mit GPS-Daten und Navigations-App
- Sorgfältig ausgearbeitete Streckenführung und Service-Hotline
Ein Leihrad oder Elektro-Leihrad kann passend zur Reisedauer hinzugebucht werden. Die Anreise ist 2027 von April bis Oktober jeweils samstags vorgesehen. Dadurch lässt sich die Radreise sowohl im milden Frühjahr als auch im sonnigen Sommer oder im ruhigeren Frühherbst erleben.
Persönliche Beratung für die Radreise 2027
Das Reisebüro Platzdasch präsentiert die Radreise Canal du Midi von Toulouse bis Sète auf fahrradreisen-wanderreisen.de. Inhaber Andreas Weitz berät auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrung mit organisierten Fahrradreisen persönlich zur passenden Reisedauer, Hotelkategorie sowie zur Buchung von Leihrädern und Zusatznächten.
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